Das Amt Hohner Harde liegt im großen Eiderbogen zwischen Sorge und Nord-Ostsee-Kanal im Herzen Schleswig-Holsteins. Wälder, Moore und ausgedehnte Niederungen bestimmen das Landschaftsbild. Große Bauernhöfe zeugen von der jahrhundertealten landwirtschaftlichen Kultur. Aus der Tradition gesehen, umfasst der Verwaltungsbereich des jetzigen Amtes Hohner Harde im wesentlichen das Gebiet der ehemaligen „Hohner Harde“. Diese Bezirksbezeichnung entstand im 17. Jahrhundert und kann auch mit dem Begriff der „Kirchspielvogtei“ beschrieben werden. Der Hardesvogt führte wahrscheinlich das abgebildete Siegel, dessen Symbole noch heute im Turm der Hohner Kirche als Schnitzwerk zu sehen sind.

Beim Zusammenschluss der früher selbständigen Gemeinde Breiholz mit den alten Ämtern Hamdorf und Hohn im Jahre 1970 gab man dem neugebildeten Amt aus politischen Gründen den Namen „Amt Hohn“. Erst zum 1. Januar 1999 einigte man sich unter den geschichtlichen Vorzeichen auf den Namen „Amt Hohner Harde“. Das Amt führt seit dieser Zeit auch ein eigenes Wappen:

Nach der Ämterreform umfaßt das Amt 12 Gemeinden in der Größe von z. Zt. 68 bis 2.404 Einwohner. Die wichtigste Aufgabe des neugebildeten Amtsausschusses musste die Schaffung einer zentral gelegenen leistungsfähigen Amtsverwaltung für damals ca. 8.000 Einwohner des Amtsbezirkes sein. So wurde das Verwaltungsgebäude im zentralen Ort Hohn geplant und im Jahre 1972 durch die Verwaltung bezogen. Es entstand ein funktionsgerechtes modernes Verwaltungsgebäude. Nach einem Umbau im Jahre 1987 fügte es sich harmonisch in das Dorfbild ein. Wegen stetig steigenden Aufgaben musste im Jahr 1999 ein weiterer Umbau des Gebäudes durchgeführt werden. Seit Bildung der Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Fockbek (01.01.2008) wird das Amtsverwaltungsgebäude in Hohn als Nebenstelle des Rathauses in Fockbek genutzt.
Die Gemeindevertretungen der zwölf amtsangehörigen Gemeinden Bargstall, Breiholz, Christiansholm, Elsdorf-Westermühlen, Friedrichsgraben, Friedrichsholm, Hamdorf, Hohn, Königshügel, Lohe-Föhrden, Prinzenmoor und Sophienhamm nehmen ihre Aufgaben noch sehr bevölkerungsverbunden wahr. In der kleinsten Gemeinde Friedrichsgraben treffen sogar noch regelmäßig die Bürger in der Gemeindeversammlung die für die Gemeinde wichtigen Entscheidungen unmittelbar. In allen Gemeinden entwickelte sich in den letzten Jahren eine rege Bautätigkeit. Alle Gemeinden besitzen moderne Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungssysteme.
Verschiedene Neuordnungen der Schulverhältnisse wurden in den zurückliegenden Jahren durchgeführt. Zunächst schlossen sich die Gemeinden zu den Schulverbänden Hohn und Hamdorf zusammen, um moderne Dörfergemeinschaftsschulen mit Grund- und Hauptschulzügen in Hohn und Hamdorf zu erhalten. Außerdem bestehen Grundschulen in den Gemeinden Breiholz und Elsdorf-Westermühlen. Die Gemeinden Breiholz, Elsdorf-Westermühlen, Hamdorf und Hohn bauten schon vor Jahren Turnhallen. Der Schulverband Hohn übergab darüber hinaus im Oktober 1980 die neu errichtete Sporthalle in Hohn mit internationalen Maßen ihrer Bestimmung. Im Rahmen der letzten Änderung des Schulgesetzes wurden zum 01.08.2008 die beiden Schulverbände aufgelöst und alle Schulträgerschaften auf das Amt Hohner Harde übertragen, das seit diesem Zeitpunkt zusätzlich auch eine Regionalschule am Standort Hohn betreibt. In den Orten Hohn und Elsdorf-Westermühlen laden außerdem beheizte Freibäder ein. Die Gemeinde Breiholz unterhält eine Badestelle an der Eider die wegen ihrer landschaftlich schönen Lage gern besucht wird.
Moderne Kindergärten stehen den Jüngsten aller Gemeinden zur Verfügung und selbst kleine Gemeinden im Amtsbezirk bieten ihrer Jugend Sport-, Bolz- und hübsche Kinderspielplätze.
Im Norden des Amtsbezirkes erstreckt sich der gut über die Bundesstraße 77 zu erreichende große Erholungswald Lohe, der auf seinen ausgebauten Wander- und Reitwegen nicht nur dem Städter Erholung verspricht. Die zu einem Rad- und Wanderweg umgebaute Bahntrasse Rendsburg-Husum sowie der NOK Rad- und Wanderweg ergänzen dieses Angebot. Ausgedehnte Landschaftsschutzgebiete mit dem Hohner See, dem Eider-Treene-Sorge-Gebiet und die hübsche Landschaft zu beiden Seiten des Nord-Ostsee-Kanals vervollständigen das Erholungsangebot. Das Vereinsleben wird in allen Gemeinden gepflegt und verbindet die Einwohner in ausgezeichneter Weise.
Die amtsangehörigen Gemeinden (außer Breiholz) bilden zusammen mit der Gemeinde Alt Duvenstedt den Fürsorgezweckverband Hohner Harde, der die Wohn- und Pflegeeinrichtung Hohenheide als Anstalt des öffentlichen Rechts betreibt. Diese Einrichtung ist aus dem „Gesamtarmenverband Hohn“ entstanden, der bereits im Jahre 1808 gegründet wurde. Die Wohn- und Pflegeeinrichtung Hohenheide ist modern eingerichtet und wird nach neuzeitlichen Gesichtspunkten geführt. Sie bietet zzt. 67 Einwohnern ein Heim. Ältere Einwohner können in den Seniorenwohnanlagen Elsdorf-Westermühlen, Hamdorf und Hohn schöne, zweckmäßig ausgestattete Wohnungen finden.
Schließlich noch einige Worte zum Wirtschaftsleben im Amtsbezirk. Das Gebiet ist überwiegend landwirtschaftlich strukturiert. Mittelständiges Gewerbe ist in allen Gemeinden ansässig. Arbeitsplätze findet die Bevölkerung aber überwiegend im Raum Rendsburg, auf dem Flugplatz Hohn und in anderen Bundeswehreinrichtungen.